Masterplan Energiemanagement

Ergänzender Baustein „Fotovoltaikanlagen Schulen in Trägerschaft des GBS im Regionalverband“

Vorbemerkung:
Wir begrüßen, dass man sich auf breiter Ebene von dem bisherigen Vorschlag vom Dezember 2008 „Einrichtung einer Stabsstelle für Erneuerbare Energien“ abgewendet hat und der aktuelle Antrag von Bündnis90/DIE GRÜNEN auf die Linie der CDU-Fraktion einschwenkt, eine Aufgabenbewältigung durch Dritte (Aufträge an die ARGE Solar) ins Auge zu fassen. Die Vorteile dieses Vorgehens liegen auf der Hand: Der Regionalverband kann Fachkompetenz nutzen, ohne sich durch eine langfristige Personalisierung zu binden. Dies ist angesichts der sich zuspitzenden Haushaltslage ein wichtiger Faktor. Vor diesem Hintergrund hoffen die Fraktionen von CDU und SPD, dass der gemeinsame Antrag die Zustimmung auch der übrigen Fraktionen findet.

Insofern beantragen die Fraktionen von CDU und SPD im Regionalverband Saarbrücken gemeinsam eine Machbarkeitsstudie unter dem Titel

„Unser Dach – unser Kraftwerk – Fotovoltaikanlageninitiative
für Schulen in Trägerschaft des GBS“

zu vergeben.

Zur Einleitung bzw. Umsetzung werden folgende Schritte und Umsetzungsphasen vorgesehen:

1. Erstellung von Grundlagen durch die Verwaltung des GBS bis Ende des Jahres 2009:

  • Gebäudeliste mit Ansprechpartner im GBS und vor Ort
  • Luftbild mit Lage (genordet) oder Luftbildzugang (ZORA)
  • Strukturierte Planunterlagen mit Bezug zur Dachkonstruktion
  • Allgemeine Beschreibung der Objekte mit für die Studie wesentlichen technischen Daten

2. Erstellung einer Vorstudie bis Ende des 1. Quartals in 2010 auf der Grundlage der Angebotsanfrage Arge Solar mit folgender Aufgabenstellung:

  • Voruntersuchung aller grundsätzlich in Frage kommenden Gebäude
  • Grobuntersuchung aller Schuldächer auf Eignung für Fotovoltaikanlage
  • Angaben zu Lage, Ausrichtung, Verschattung, sowie sonstigen Beeinträchtigungen
  • Bewertung des baulichen Zustandes der Dächer
  • Angaben zu einem möglichen Netzanschluss
  • Überprüfung und Angaben zu denkmalpflegerischen Bedenken

Vorgaben für die Ergebniserstellung: Analyse der Objekte auf Machbarkeit, Potential auf Grundlage einer definierten Matrix, Angabe der Prüfkriterien

  • Erstellung einer Prioritätenliste auf Grund der technischen Bewertung
  • Angabe der möglichen installierbaren Leistung
  • Abschätzung der Effizienz (Leistung – Ertrag – Kosten)
  • Prüfung und Angabe von Fördermöglichkeiten durch Bund und Land

3. Vorstellung der Vorstudie noch vor Sommerferien im Jahr 2010 als Grobanalyse im Fachausschuss und den weiteren Gremien.

Danach erfolgt eine Festlegung durch die Politik, welche Schulen bzw. Objekte Vor-ang genießen und in die Umsetzungsphase eintreten, ggfs. wird die Erstellung eines strukturierten Zeitplans durch die Verwaltung beauftragt.

4. Umsetzungsphase: Spätester Beginn im Herbst 2010 mit vertiefenden Untersuchungen ausgewählter vorrangiger Objekte durch die ARGE Solar, die Angaben zu folgenden Punkten liefert:

  • Lage, Ausrichtung, Größe, Verschattungssituation, baulicher Zustand, Statik und ggfs. Sanierungsbedarf
  • Netzanschluss, Abstimmung mit Netzbetreiber
  • Ermittlung einer realisierbaren Anlagengröße in m² und kWp
  • Technische Umsetzung (Modultyp, Komponenten)
  • Ertragsprognose, Prüfung EEG-Vergütung
  • Wissenschaftliche Bewertung mit Kostenschätzung (Investition, Nebenkosten, Pacht, Rückbaukaution, Amortisation, Rendite)
  • Darstellung von Finanzierungs- bzw. Realisierungsmodellen
  • Ermittlung von CO2-Einsparpotential
  • Schulische Einbindung im Sinne der Bewusstseinsbildung (Umweltbildung)
  • Einzelergebnisdarstellung: Bewertung mit Empfehlungen für die Umsetzung
  • Übersichtskarte mit Standorten und deren Potentiale
  • Präsentation der Studie in den Gremien
  • Entscheidung zur Vorrangigkeit in der Umsetzung

5. Zweckbindung von Erlösen:
Die erzielbaren Erlöse durch den Einsatz der Fotovoltaikanlagen sollen zweckge-bunden für energetische Maßnahmen an Schulen zur Verfügung gestellt werden.